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Online Meeting-Tools in Zeiten von Corona

In meinem Beitrag über Kommunikationswerkzeuge habe ich ja schon die verschiedenen Tools kurz vorgestellt. Mit Verbannung in das Home-Office sind diese nun zwangsläufig für eine breite Masse an Arbeitnehmern wichtig geworden. Größere Unternehmen haben hier schon länger im Rahmen einer Digitalisierungs-Strategie die richtigen Werkzeuge ausgewählt. Was soll aber ein Kleinunternehmen tun, das sich erst jetzt vor der Herausforderung der verteilten Team-Arbeit sieht? Hierzu stelle ich die wichtigsten Werkzeuge nochmals vor.

Microsoft Teams

MS Teams wird zur Zeit sehr gehypt. Unter anderem sorgt die Presse, wie z.B. das Fachmagazin Chip, mit reißerischen Überschriften „Google und Microsoft verschenken Profi-Tools“ für enorme Zuwächse beim Branchen-Riesen. Microsoft verschenkt aber bekanntlich niemals etwas. In diesem Falle ist es nur eine für 6 Monate kostenfreie Test-Version des Office-Paketes. Und danach? Danach kostet Office pro Monat und Mitarbeiter Geld. Als Kleinunternehmen sollte man also gut überlegen, ob man auf diesen Zug aufspringt. Denn es ist klar: das Geschäft wird in 6 Monaten mit oder ohne Corona verändert bleiben. Kunden werden sich an die digitale Kommunikation gewöhnt, Mitarbeiter werden vermehrt im Home-Office arbeiten wollen. D.h. der jetzt aufgebaute Bedarf und die Gewohnheit werden bleiben.

MS Office ist dabei nicht die schlechteste Lösung. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass Teams bei mehreren Teilnehmern mit eingeschaltetem Video nicht immer optimal performt.

Google Hangouts

Google Hangouts meet ist teil der sogenannten „GSuite“, also Googles Office Paket. Auch das ist nicht Kostenfrei. Es gilt auch hier bei der Anschaffung zu überlegen, was passiert in 6-8 Monaten.

Cisco Spark / webex

Cisco hat seit 6. März eine kostenfreie Lizenz seines Kommunikationstools „webex“ auf dem Markt. Aber auch hier sollte man wieder das Kleingedruckte lesen: das Angebot kann jederzeit widerrufen werden bzw. muss dann in ein reguläres Abonnement migriert werden. Der Vorteil bei webex: a) lizenziert man nur ein Kommunikationstool und nicht gleich eine ganze Office-Suite und b) sind auch Einwahlnummern verfügbar (wichtig für Kunden die über kein Internet verfügen)

Zoom

Die Zoom-Aktie ist seit Februar durch die Decke gegangen. Zoom bietet seinen Basis-Dienst nach wie vor kostenfrei an. Manko: die Meeting-Zeit ist auf 40 Minuten beschränkt. Ebenso hat Zoom schon in der Basis-Version spezielle Funktionen für Webcasts und Großgruppen – aber eher was für die Profis, als für „normale“ Klein-Unternehmen.

goto Meeting

Goto bietet nur eine 2wöchige kostenfreie Testphase. Danach kostet auch goto Meeting etwas.

Fairmeeting

Zuletzt noch ein „faires“ Produkt. Andreas Salcher von v-digital.at hat darauf hingewiesen. https://fairmeeting.net/ ist kostenfrei! Es gibt auch Lizenzen für kleine unter mittlere Unternehmen (https://www.fairkom.eu/fairmeeting), hervorzuheben ist aber eine „pay what you can“ Option in Form einer Spende. Das ist vor allem für Corona-geplagte Kleinunternehmer die wirklich fairste Lösung.

3 Kommentare zu „Online Meeting-Tools in Zeiten von Corona

    1. Hallo Heinz-Jürgen,
      danke für diese wichtige Frage. Grundsätzlich sagen alle Dienste, dass sie konform der DSGVO arbeiten. Es gibt nicht zuletzt aber bei Zoom erhebliche Bedenken (siehe hierzu Xing-News/Handelsblatt http://www.xing-news.com/reader/news/articles/3090711?newsletter_id=59242). Wer wirklich sicher gehen will, verwendet MS Teams, Cisco webex. oder goto Meeting. An erster Stelle steht hier aber fairmeeting, das den Datenschutz an erster Stelle gesetzt hat. Datenschutz ist aber nicht gleich Datensicherheit. Ob fairmeeting (mit der Technologieplattform Jitsi im Hintergrund) so sicher wie Microsoft oder Cisco ist kann ich nicht bewerten. Im Zweifel würde ich daher bei den „Großen“ bleiben.

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